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Iran, Turkmenistan, Usbekistan

Reise-Vortrag von Angelika Kampfer und DI Jakob Staunig Freitag 31. März 2017

In Zeiten wie diesen, wo ganze Völkerscharen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen, zog es Angelika Kampfer und Jakob Staunig im Frühjahr 2016 Richtung Osten, dorthin wo sich die historisch gewachsenen Wurzeln der Völker des Vorderen Orients über Jahrtausende auf beeindruckende Weise verankert haben.

Wo früher einmal, im beschaulich wiegenden Schritt langsam dahinziehender Kamel-Karawanen, kostbare Seidenstoffe und duftende Gewürze aus dem fernen Osten bis nach Venedig transportiert wurden, nahmen uns an diesem Abend die Beiden in ihrer gewohnt lustigen, lockeren und unterhaltsamen Art mit auf ihre Erkundungsreise, auf die westliche Seidenstraße.

Der große Saal des Kulturhauses in Weißenstein ist voll besetzt. Zahlreiche Interessierte aus nah und fern haben den Weg nach Weißenstein gefunden und wollen einen Blick auf diese, für viele von uns so fremd anmutende Welt werfen.

Nachdem das Flugzeug nach einem mehrstündigen Flug persischen Boden berührt, haben die beiden Seidenstraßen-Reisenden neben ihrer Kamera diesmal auch UNS mit im Gebäck ;-)

Iran zeigte sich uns in vielen Facetten und Gegensätzlichkeiten. Überaus beeindruckend wirken die großen Moschee-Anlagen mit ihren hohen und reich verzierten, bunt leuchtenden Ornamenten. Mit ihren herrlich gestalteten Fassaden umschließen die Bauwerke riesige, mit Steinplatten ausgelegte Plätze. Vor der Szenerie des schneebedeckten Hochgebirges im Norden spiegeln sich farbenprächtige Kuppeln und schlanke, hoch aufragende Minarette aus weißem Marmor in bewegten Wasserflächen, die in der islamischen Sakralarchitektur eine wesentliche Rolle spielen.

Auf ihrer Kulturreise trafen Jakob und Angelika auf eine schwatzende persische Mädchenschulklasse die die Kulturdenkmäler ihres Landes besuchte. Schnell wurde das Interesse der Mädchen für die europäische Reisegruppe geweckt und spontan zahlreiche „selfies“ zur Erinnerung an die „westlichen Exoten“ gemacht. Die brennende Frage der Jugendlichen Iranerinnen nach einem whats-app Zugang mussten Jakob und Angelika jedoch verneinen. Ja, ja, die Jugend vernetzt sich zusehends auf der ganzen Welt. :-)

Der in Zentralasien gelegene Binnenstaat Turkmenistan, dessen Landfläche zu 95 % aus Wüstengebieten besteht, grenzt ans Kaspische Meer und ist der nördliche Nachbar des Iran.

Der Inhaber des Staatspräsidentenamtes ist zugleich Staats- als auch Regierungschef und lenkt mit weitreichenden, nahezu diktatorischen Vollmachten die Bevölkerung die aus 11 verschiedenen Ethnien zusammengesetzt ist. Hier stößt man auf Gegensätze gigantischen Ausmaßes. Inmitten der ausgeglühten Sandflächen, ragen in der Hauptstadt Ashgabad, plötzlich wie aus dem Boden gestampft futuristisch anmutende, überdimensionale, hypermoderne, in strikter weiße-gold-blau gehaltener Farbgebung, Bauwerke empor, die streng der Ideologie des Regierungschefs folgen, und wie man sie nur in science fiction Filmen vermuten würde.

Die altertümliche Oasenstadt Merv, die in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, war ein weiterer Höhepunkt der Reise.

Und wieder ging es weiter Richtung Norden. Aus dem Nachbarstaat Usbekistan konnten ebenfalls viele Reiseeindrücke von den berühmten Städten Buchara und Samarkand, sowie der moderne Hauptstadt Taschkent mitgebracht werden.

Das wichtigste agrarische Produkt Usbekistans ist, neben dem Handel mit Erdöl, Metallen und Gold, die Baumwolle. Die enormen Wassermengen die zur Bewässerung der Baumwollfelder benötigt werden, werden aus dem Aralsee gepumpt und lassen diesen von Jahr zu Jahr immer weiter schrumpfen. Mittlerweile ist nur mehr ein kümmerlicher Überrest von ihm übrig.

Bei einem usbekischen Abendessen (die Landesküche ist sehr abwechslungsreich und köstlich – es gibt über 1000 Gerichte!!) stärkte sich unsere Reisegruppe schließlich für den Flug zurück in die Heimat. :-)

Gute Heimreise – und willkommen zu Hause!!

Wir danken an dieser Stelle allen Zuhörern für ihr Kommen, ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse. Ebenso ein herzliches Dankeschön an Herrn Franz Oberlerchner für die technische Betreuung!

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