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Die Veranstaltung wurde von den Bürgern eingefordert, weil die Brückensanierung im Sommer 2017 einen Rückbau an Sicherheit gebracht hat. Anstelle der durchgehenden Trennung Gehweg/Straße wurden nur Kunststoffpoller ausgeführt. Bild 1 Die Anforderungen an einen "Sicheren Schulweg" sind nicht mehr gegeben.

Der Elternverein verlangt eine durchgehende Trennung, seitens des Bürgerforums Weißenstein wird dieser Wunsch unterstützt.

Die Aussagen der anwesenden Fachleute, dass ein durchgehender Schutz nicht notwendig und üblich ist, ist nicht nachvollziehbar. Es gibt genügend Beispiele dafür, seien es Leitschienen oder sonstige Maßnahmen. Bild 2 und Bild 3

Seitens des Bürgerforums wurde immer gefordert, den Gehweg in diesem Bereich zu verbreitern. Von den Fachleuten wurde dies mit dem Hinweis abgetan, dass man die erforderliche Breie für einen Geh/Radweg ohnehin nicht realisieren könne. Bild 4 Dies ist falsch, dieser Weg ist jetzt schon als Geh- und Radweg verordnet. Bild 4

Mit dem Thema der OD Stadelbach befasst sich das Bürgerforum seit 2004. Siehe dazu die Chronologie. In 16 Beiträgen (seit Mai 2013) ist das Thema auf der HP dokumentiert. Einfach auf "weiter" klicken oder alles zum Thema!

Zur Brückensanierung haben wir erstmalig am 26.8.2017 an den Hr. Landesrat Köfer Fragen gestellt. Diese Anfrage haben wir am  24. 10. 2017 wiederholt. Am 17. November haben wir den Termin mit 29.11. um 17:00 mit dem Straßenbauamt Villach vereinbart.

Unsere Vorbereitung war:
1.) Gespräch mit Herrn DI Gustav Steinwender (Abtlg.9  Straßen und Brücken): Die Frage war inwieweit es eine Norm gibt, die die Fahrbahntrennung bestimmt und welche Mindestbreiten (Straße, Gehsteig) einzuhalten sind. Auskunft: Eine Norm hinsichtlich der Fahrbahntrennung gibt es nicht, es wird je nach Situation entschieden. Für die Breiten ist die RVS die Richtlinie, aber keine Vorschrift.
2.) Gespräch mit 2 Statikern (unabhängig voneinander) um die Frage zu klären ob eine Verbreiterung (bis max. ca. 1 m) der Brücke im Zuge der Sanierung möglich gewesen wäre. Diese Frage wurde klar mit einem JA beantwortet, da eine Stahlbetonplatte von ca. 25 cm Stärke aufbetoniert wurde, und diese einfach auskragend zu gestalten gewesen wäre. Bild. Die Mehrkosten hätten die Gesamtsanierungskosten nur unwesentlich erhöht..  Betreffend der Breiten haben wir recherchiert: Der Gehweg soll gemäß allen Richtlinien eine Mindestbreite von 2,00 m, die Straße für die gegebene Kategorie und Verkehrsaufkommen eine Mindestbreite von 7,00 m aufweisen. Situation nach der Sanierung: Gehweg 1,50 m, Straße ca. 8,80 m).

Ein Entwurf aus dem Jahr 2008, der uns vorliegt, weist eine Brückenbreite von 7,95 m und eine Gehwegbreite von 2,50 m auf. Der Gehweg ist gegenüber der Straße durch eine Leitschiene und anschließend durch Betonleitwände abgegrenzt. Die Umsetzung 2017  ist daher ein Rückschritt, trotz gestiegenen Verkehrsaufkommens, insbesondere Schwerverkehr. Die Abbiegespur Richtung Rubland ist großzügig ausgelegt, es können 3-4 PKW`s hintereinander den Gegenverkehr abwarten. Im heute diskutierten Entwurf ist die Einfahrt  gegenüber der IST-Situation nur mehr ca. 15 m nach Westen verschoben - rote Linie, es bleibt für abbiegende Fahrzeuge also weniger Platz. Aus der Situation hätte man einen Kompromiss zugunsten eines zumindest 2 m breiten Gehweges machen können. Am westlichen Brückenende wäre dann die Abbiegespur noch 1,30 m, die sich nach Westen auf die erforderlichen 3,0 m  aufweitet. Diese Aussage müßten wir aber noch überprüfen, wir haben die Planung nicht vorliegen. Wir meinen aber, dass eine Brückenverbreiterung im Sinne einer befriedigenden Lösung für ALLE Verkehrsteilnehmer einzuplanen gewesen wäre.

Kurzbericht über den Ablauf dieser Veranstaltung in der VS Stadelbach (17:15 bis ca. 18:30):
Teilnehmer: Vertreter der Gemeinde mit Verkehrsreferent Ebner an der Spitze, Herr Zenkl von der Abtlg. 6 - Verkehr, sowie die Herren des Straßenbauamtes Villach mit Hr. Amlacher an der Spitze,  Eltern der VS Stadelbach, Bürger aus dem Ort, Bürgerforum (Jakob Staunig).

Seitens des Elternvertreters wird die Situation insoferne bemängelt, dass die Situation nach der Sanierung schlechter ist als vorher. Es erfolgte durch die Sanierung ein "Rückbau" an Sicherheit. Die montierten Poller bieten keinen Schutz. Herr Zenkl weist darauf hin, dass es in Kärnten viele Schulwege direkt neben der Straße gibt, wo die Autos 100 Km/h fahren. Die Situation hat er sich vor Ort angeschaut, das Verkehrsaufkommen ist nicht groß, die Höchstgeschwindigkeit nur 50 Km/h, nach seinen Beobachtungen wird die Geschwindigkeit auch eingehalten. Auch sind die Kinder diesbezüglich geschult und können mit der Situation umgehen. Die Poller sind eine Fahrbahnbegrenzung und bieten ausreichend Schutz. Auch Betonleitwände seien gefährlich, da könnten die Kinder hinaufsteigen.

Herr Stotz meint, dass die Montage von Stahlleitschienen, eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit bringen würden. Darauf wurde seitens der Fachleute eingewendet, auch Stahlleitschienen bilden ein Verletzungspotential. Auf die Antwort von Hr. Stotz dass man diese auch gehwegseitig verkleiden oder auch eine andere Lösung (Geländer) machen kann, meinen die Experten und Hr. Ebner, dass für die Leitschienen auch der Platz nicht ausreicht. Die zu erwartenden hohen Kosten wurden auch erwähnt . Herr Amlacher erklärt, dass bei einem Aufprall eines KFZ auf die Leitschienen sich diese durchbiegen können und auch kein Schutz wären. Auch seien andere Trennungen zwischen Gehweg und Straßenraum nicht üblich. Ein Elternvertreter bringt in die Diskussion ein, dass es auch darum geht, dass die Kinder nicht auf die Straße kommen, zumindest ein durchgehender mechanischer Schutz sollte ausgeführt werden.

Wir vom Bürgerforum erwähnen, dass wir uns seit 2004 für die OD Stadelbach einsetzen und es immer unser Wunsch war, den Gehweg in der Breite von 2,50 m (so wie bereits Richtung Töplitsch vorhanden) durchzuziehen. Positives Beispiel ist für uns die OD Feffernitz, wo die Straßenbreite auf ca. 7,50 m rückgebaut wurde und begleitend ein Rad/Gehweg und ein Gehweg realisiert wurde. Wir begrüßen den Rückbau des Straßenraumes auf der ostseitigen Ortseinfahrt ausdrücklich. Wir deponieren nochmals unseren Wunsch, dass im Zuge der weiteren Baumaßnahmen ein breiterer Gehweg ausgeführt wird. Auf der Brücke  sollte man zumindest eine durchgehende Leitschiene ausführen. In diesem Zusammenhang erläutern wir, dass am 16. Juli auch die Brücke besprochen wurde (siehe untenstehendes Protokoll), aber nicht erwähnt wurde, dass die Brücke baulich zu sanieren ist.

Herr Amlacher erläutert, dass  in Feffernitz mehr Platz vorhanden war, dass eine Verbreiterung der Brücke eine neue Auftragsvergabe erfordert hätte und dass die Kosten für die Brückensanierung  ohnehin um € 50.000.- auf € 300.000.- gestiegen sind.

Seitens des  Elternvereines wird betont, dass es ihnen einzig um die Sicherheit der Kinder geht. Es wird auch darauf hingewiesen, dass der Weg westlich der Brücke wichtig ist, dass dort Betonleitwände als Begrenzung zur Straße auszuführen sind. Auch wird es wichtig sein, den Übergang zur Schule über den Untergrabenweg zu markieren.

Herr Ebner meint, dass  Betonleitwände in diesem Bereich aufgestellt werden können. Auf Grund der knappen Budgetmittel soll die OD nicht in einem Zug sondern in Etappen durchgeführt werden. Geplant ist es, im Frühjahr 2018 den Bereich westlich der Schule bis Km 10,9 (Bushhaltestelle) auszuführen. Wobei gesagt wird, dass es die Busbucht in dieser Form nicht mehr geben wird. Er bedankt sich für die sachliche Diskussion und bei den Fachleuten des Landes. Über die weitere Planung der OD Stadelbach (Richtung Westen) wird eine eigene Info-Veranstaltung stattfinden.

Zusammenfassend unsere Resümee: Wir bedanken uns für den Termin, allerdings hätte man diese Veranstaltung VOR der Sanierung machen müssen. Dass es in Kärnten Verkehrsbereiche gibt, die schlechter sind, wissen wir. Leider gibt es noch immer zu viele verunfallte Kinder, wir erinnern an die Tragödien von Micheldorf und Kühnsdorf (tödliche Unfälle). Nicht umsonst gibt es die vielen Initiativen wie z.B. "sicherer Schulweg". Die Eltern haben sehr wohl ein  Gespür für die Sicherheit des Schulweges. Warum man keine Leitschienen machen will, verstehen wir nicht. Bei der neuen Bahnüberbrückung in Weißenstein sind sie ausgeführt (nur 30 Km/h, wesentlich weniger Verkehr), aber auch andere Lösungen gibt es . Nicht glaubhaft ist daher die Argumentationen der Fachleute. So wie bisher werden wir uns weiterhin für sichere und attraktive Geh- und Radwege stark machen, ganz im Sinne des Mobilitätsmasterplanes Kärnten 2035, der Empfehlungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit sowie aktueller diesbezüglichen Pressemeldungen. Seit 2013 setzen wir uns mit vielen Eingaben und Anregungen für die schwächsten Verkehrsteilnehmer (Radfahrer und Fußgänger, insbesondere Kinder und alte Menschen) ein, das werden wir auch weiterhin tun.

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